Jürgen Wittdorf

Der umfangreiche Nachlass des Künstlers Jürgen Wittdorf (1932 – 2018) wurde von Privatsammler Boris Kollek und Jan Linkersdorff (Studio Galerie Berlin) im Jahr 2019 erworben. In der Studio Galerie Berlin ist ein Teil der Arbeiten zu sehen und steht für den Verkauf zur Verfügung.

Für 2020 ist eine Werkschau in Planung, um das Schaffen des Künstler zu würdigen. Es werden die unterschiedlichen Sujets des Werkes von Jürgen Wittdorf zu sehen sein – Aktzeichnungen, Landschaften, Stillleben ausgeführt als Aquarell, Rötelzeichnung, Ölkreidezeichnung oder Holzschnitte. Die bemerkenswerten bildnerischen Keramikteller, meist mit Porträts, werden dann auch zu sehen sein.

Jürgen Wittdorf war bereits in jungen Jahren ein großes Zeichentalent. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und arbeitete anschließend bis 1957 freischaffend in Leipzig. Parallel begann seine Lehrtätigkeit an der Leipziger Kunstschule. 1970 zog Wittdorf nach Ost-Berlin und war Meisterschüler bei Lea Grundig an der dortigen Akademie der Künste . Neben der freischaffenden Tätigkeit als Grafiker und Maler war Jürgen Wittdorf viele Jahre Dozent und Zeichenlehrer.

Jürgen Wittdorf darf heute in einem Atemzug mit Künstlern wie Keith Haring, Robert Mapplethorpe, Andy Warhol und Tom of Finland genannt werden, wenn man sein künstlerisches Schaffen und dessen Bedeutung in der und für die DDR betrachtet.

Arbeiten von Jürgen Wittdorf befinden sind in einigen Museen. 2012/13 gab es die letzten großen Personalausstellungen im Schwulen Museum Berlin und im Stadtmuseum Lichtenberg.

 

Schmuck – Keramik – Grafik