Jürgen Wittdorf

Der umfangreiche Nachlass des Künstlers Jürgen Wittdorf (1932 – 2018) wurde von Privatsammler Boris Kollek und Jan Linkersdorff (Studio Galerie Berlin) im Jahr 2019 erworben. In der Studio Galerie Berlin ist ein Teil der Arbeiten auf Nachfrage zu sehen und steht für den Verkauf zur Verfügung.

Vom 30. April bis 4. Juli 2020 zeigt der KVOST (Kunstverein Ost e.V.) in Berlin Mitte über 60 Arbeiten aus dem Nachlass des Malers und Grafikers. Wittdorf hinterließ in seiner Berliner Wohnung zahlreiche Kunstwerke – seine persönlichen „LIEBLINGE“. Holz- und Linolschnitte finden sich darunter ebenso wie Zeichnungen mit Rötelkreide, Kohle und Tusche sowie Keramiken. Ergänzt wird die Ausstellung im KVOST durch Bilder seiner wohl bekanntesten Serie: Holzschnitten aus dem erstmals 1961 veröffentlichten „Zyklus der Jugend“.

Sammlung in der Presse

Jürgen Wittdorf war bereits in jungen Jahren ein großes Zeichentalent. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und arbeitete anschließend bis 1957 freischaffend in Leipzig. Parallel begann seine Lehrtätigkeit an der Leipziger Kunstschule. 1970 zog Wittdorf nach Ost-Berlin und war Meisterschüler bei Lea Grundig an der dortigen Akademie der Künste . Neben der freischaffenden Tätigkeit als Grafiker und Maler war Jürgen Wittdorf viele Jahre Dozent und Zeichenlehrer.

Jürgen Wittdorf darf heute in einem Atemzug mit Künstlern wie Keith Haring, Robert Mapplethorpe, Andy Warhol und Tom of Finland genannt werden, wenn man sein künstlerisches Schaffen und dessen Bedeutung in der und für die DDR betrachtet.

Arbeiten von Jürgen Wittdorf befinden sind in einigen Museen. 2012/13 gab es die letzten großen Personalausstellungen im Schwulen Museum Berlin und im Stadtmuseum Lichtenberg.

Mehr Info auf der Webseite der Sammlung Jürgen Wittdorf

Schmuck – Keramik – Grafik